Herdebuch Allgäu Marktanmeldung

Aktuelles

Erster Herbstmarkt in Kempten - Großes Angebot trifft auf internationale Nachfrage

Zur Zuchtviehversteigerung der Allgäuer Herdebuchgesellschaft am Donnerstag, den 23. September 2021 in Kempten konnten zehn Stiere, zwölf Zuchtkälber, zwei Mehrkalbskühe, zwölf Kalbinnen und 140 Jungkühe verkauft werden. Traditionell gilt der zweite Septembermarkt in Kempten nach den ersten Viehscheiden als wichtiges Stimmungsbarometer für die kommenden auftriebsstarken Herbst- und Wintermärkte. Im Vergleich zu den Vormärkten füllten sich die Ränge in der Allgäuhalle deutlich besser. Kunden aus Norddeutschland und dem angrenzenden Ausland waren teilweise persönlich angereist, um sich am gut bestückten Zuchtviehmarkt selbst zu bedienen.

Kleines Kälberangebot

Die aufgetriebenen Zuchtkälber befanden sich an diesem Tag bezüglich Entwicklung und Abstammungsleistungen auf einem insgesamt durchschnittlichen Niveau. Der Durchschnittpreis pendelte sich mit leicht fallender Tendenz am Ende bei passenden 268 € ein. Den Höchstpreis von 400 € konnte dieses Mal ein älteres Fleckvieh- Zuchtkalb mit guter Mutterleistung von Josef Müller jun. aus Ofterschwang erzielen.

Verhaltenes Bild am Stiermarkt

Die 13 aufgetriebenen Stiere bestanden alle vor der Körkommission am Morgen und konnten dementsprechend zum Verkauf vorgestellt werden. Mit zehn verkauften Stieren gestaltete sich die Verkaufsquote etwas besser als in den vergangenen Monaten, wobei der Durchschnittspreis mit 1.225 € nicht an die Vormärkte heranreichen konnte. Eine absolute Spitze am Markt fehlte sowohl qualitativ als auch preislich, sodass das Angebot von drei Stieren mit Zuschlagspreisen zwischen 1.400 € und 1.500 € angeführt wurde. In der Katalogreihenfolge war dies ein genetisch hornloser Veles- Sohn von Max Klemp, Bad Grönenbach, ein deckerfahrener Caribic- Sohn von Michael Epp aus Lengenwang sowie ein edler Casanova- Sohn von Martina Heckenberger aus Hochdorf.

Jungkühe im In- und Ausland gefragt

Bereits im Vorfeld der Auktion kündigten sich einige Kunden aus Nord- und Mitteldeutschland, Luxemburg, Österreich und Italien an, die persönlich zur Auktion anreisten. Auch aus dem eigenen und angrenzenden Zuchtgebieten fanden Interessenten den Weg in die Allgäuhalle, sodass sich die Ränge ordentlich füllten. Die Gebote wurden insgesamt zügig abgegeben, sodass am Ende ein gestiegener, guter Durchschnittspreis von 1.730 € erreicht wurde. Dass die Auktion die attraktivste Vermarktungsform für qualitativ hochwertige Jungkühe ist, und Tiere, die den Käuferwünschen nicht genügen können, nur schwer oder zu deutlichen Preiszugeständnissen abzusetzten sind, zeigt die breite Preisspanne zwischen 940 € und 2.320 €. Die Käufer gaben ihre Gebote sehr qualitätsbewusst ab, sind aber auch dazu bereit für qualitativ gute Tiere deutlich über 2.000 € anzulegen, sodass am Ende ein Drittel des Angebotes diese Schwelle überschreiten konnten.

Breite Spitze im Jungkuhsektor – Auch Biojungkühe können überzeugen

Zum Tageshöchstpreis von 2.320 € konnte die Burkhart GbR aus Betzigau eine der ersten Töchter des genomischen Stieres Alexsandro verkaufen. Diese Kuh zeichnete sich neben einer Einsatzleistung von weit über 31 kg mit enormem Kaliber und einem hervorragenden Euter aus. Sie wechselt ins benachbarte Baden- Württemberg. Dichtauf folgte eine mittelrahmige Hacker- Tochter von Florian Krug aus Betzigau, die besonders durch Ihre Kompaktheit und dem fehlerfreien Fundament überzeugen konnte. Für 2.300 € sicherte sich ein Kunde aus Niedersachsen den Zuschlag für diese Jungkuh. Den Reigen der Jungkühe mit Zuschlagspreisen von 2.200 € und mehr führte der Betrieb Herbert Kiechle aus Durach an, dessen Kollektion insgesamt sehr zu Gefallen wusste. Zunächst konnte eine Hacker- Enkelin einem Kunden aus Luxemburg zugeschlagen werden, bevor eine Cadence- Tochter im Kaufauftrag ins Ostallgäu verkauft werden konnte. Qualitativ auffallend gut waren an diesem Tag auch die zahlreichen angebotenen Bio- Jungkühe, die ebenfalls zu Höchpreisen verkauft werden konnten. Hier führten eine Hallodri- Tochter von Hans- Peter Höllisch aus Oy- Mittelberg und eine Tochter des Fleckviehstieres Wish von Andreas Distel aus Kaufbeuren, die beide im Zuchtgebiet verbleiben, das Feld an. Dicht darauf konnte der Zuchtbetrieb Hörmann, Langenwang mit einer Vintage- und einer Cadi- Tochter überzeugen, die zu Biobetrieben im Kreis Lindau und in den Kreis Traunstein verkauft werden konnten. Bereichert wurde das Angebot dieses Mal durch einige Kalbinnen, die zu durchschnittlich 1.173 € an neue Besitzer vermittelt werden konnten. Den Spitzenpreis von 1.400 € konnte Thomas Rudhart aus Maierhöfen mit einer hoffnungsvollen Blower- Tochter erzielen. Während insgesamt 77 Tiere im Zuchtgebiet verbleiben, wurden 87 Tiere für Kunden aus den oben genannten Gebieten verladen.

Nächste Auktion in zwei Wochen

Ab sofort finden die Auktionen der Allgäuer Herdebuchgesellschaft im zweiwöchigen Rhythmus statt. Die nächsten Markttermine sind der 7. Oktober in Kempten und 13. Oktober in Buchloe. Des Weiteren möchten wir bereits auf den Jungrindermarkt am 21. Oktober und den Fressermarkt am 4. November hinweisen. Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir jederzeit gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie jederzeit unter www.allgaeuer-herdebuchgesellschaft.de oder telefonisch unter 0831-522 44 0.

Preisspiegel Kempten 23. September

 

Auftrieb

Verkauf

Min. Preis

Max. Preis

Durchschnitt

Stiere

13

10

880 €

1.500 €

1.225 €

Kühe

2

2

1.140 €

1.440 €

1.290 €

Jungkühe

145

140

940 €

2.320 €

1.730 €

Kalbinnen

12

12

920 €

1.400 €

1.173 €

Zuchtkälber

14

12

160 €

400 €

268 €

 

Alexander Kuppel

Die großrahmige Piero- Tochter mit weit über 36 kg Marktgemelk von Peter Kirchmann aus Stiefenhofen bleibt im eigenen Zuchtgebiet.

Die kompakte Hacker- Tochter von Florian Krug aus Betzigau, die für 2.300 € nach Niedersachsen verladen wurde.

Zum Tageshöchstpreis von 2.320 € konnte diese kapitale Alexsandro- Tochter der Burkhart GbR aus Betzigau ins benachbarte Baden- Württemberg verkauft werden.