Herdebuch Allgäu Marktanmeldung

Marktbericht vom 14.05.2020 in Kempten

Zweite Zuchtviehfestvermarktung in Zeiten der Corona-Beschränkungen

Nachdem die erste Festvermarktung von Zuchtvieh der Allgäuer Herdebuchgesellschaft in der Allgäuhalle in Kempten vor drei Wochen aufgrund der Corona-bedingten Einschränkungen ein voller Erfolg war, stand sofort fest, dass auch der für Donnerstag, 14. Mai angesetzte Zuchtviehmarkt in dieser Form abgehalten wird. Wiederum waren Käufer am Marktort nicht zugelassen und alle Tiere wurden über Kaufaufträge vermittelt. Mit großer Disziplin hielten sich alle Beschicker an die vorgegebenen Abstandsregelungen beim Abladen und Vorstellen der Tiere und sowohl Beschicker, als auch alle Mitarbeiter trugen Mund-Nase-Schutzmasken. Nach dem Auftrieb und der TGD-Euterkontrolle wurden die Jungkühe von den Beschickern sofort in die Versteigerungshalle in einen verkleinerten Ring geführt, wo sie bewertet und vom Kaufauftragsdienst ein Preisangebot unterbreitet wurde. Zuchtstiere wurden unmittelbar nach dem Auftrieb gekört und anschließend ebenfalls in der Versteigerungshalle zum Verkauf vorgestellt. Anschließend wurden die Tiere im Stall fixiert und die Beschicker mussten den Marktort wieder verlassen. Nach Auftriebsende um 11 Uhr war die Vermarktung für die Verkäufer damit bereits wieder abgeschlossen und viele lobten die hohe Effizienz dieser Art der Vermarktung, aber auch die fairen Erlöse. Vorgestellt wurden in sehr ruhiger und entspannter Atmosphäre 13 Stiere, 1 Kuh sowie 64 Jungkühe. Dabei hätte die Marktsituation durchaus ein noch etwas umfangreicheres Angebot vertragen. Züchter sind deshalb angehalten, auch unter den derzeit etwas anderen Vermarktungsbedingungen für die nächsten Markttermine ihre Zuchttiere wie gewohnt anzumelden.

Bei den Zuchtstieren wurden insgesamt 13 Kandidaten in Kempten vorgestellt und auch 10 über Kaufaufträge sofort vermarktet. Dabei fiel beim Großteil der Kandidaten die gute genomische Zuchtqualität auf. Häufig reichte der Gesamtzuchtwert an 120 Punkte heran oder überschritt diese Marke als Ausdruck der im Gesamtpaket aus Leistung und Funktionalität hohen züchterischen Überlegenheit. Im Schnitt wurden diese Jungstiere für 1458 Euro vermarktet. Aber auch für die aktuell noch nicht verkauften Kandidaten finden sich bei passender Qualität im Nachgang evtl. noch Absatzchancen.

Bei den Jungkühen war das Angebot mit 64 Tieren deutlich geringer, als bei der Premiere dieser neuen Vermarktungsform vor drei Wochen. Da auch diesmal im Vorfeld mit hohem Aufwand genügend Kaufaufträge eingesammelt wurden, hätten durchaus auch noch mehr Jungkühe aufgetrieben werden können. Unter anderem war diesmal auch wieder ein Kaufauftrag für eine Lieferung von Jungkühen nach Italien vorhanden. Der Großteil der Tiere blieb diesmal aber im Zuchtgebiet. Insgesamt wurden so 60 Jungkühe verkauft, Braunviehtiere hierbei für 1528 Euro im Schnitt.

Aufgetrieben und vermarktet wurden auch 5 weibliche Zuchtkälber für im Schnitt 272 Euro.

Marktbericht vom 23.04.2020 in Kempten

Premiere einer Zuchtviehfestvermarktung

Die Corona-Pandemie hat zu drastischen Einschnitten unseres Alltags geführt. Um die Verbreitung des Covid19-Virus zu begrenzen, wurden zwischenmenschliche Kontakte weitestgehend beschränkt und unser wirtschaftliches Leben stark heruntergefahren. Davon bleibt natürlich auch die Landwirtschaft nicht verschont. Als Folge sind aktuell keine Veranstaltungen und somit auch keine Zuchtviehauktionen möglich. Um dennoch unter diesen extrem schwierigen Bedingungen Zuchttiere vermarkten zu können, hat die Allgäuer Herdebuchgesellschaft einen neuen Weg der Vermarktung gewagt, der auch von den zuständigen Ordnungsbehörden die Zustimmung erhielt. Wie bei den Nutzkälbern in Kempten schon lange üblich, wurde beim letzten Auktionstermin in der Allgäuhalle in Kempten am 23. April eine Festvermarktung für Zuchtvieh abgehalten. Hinzugezogen waren auch die Anmeldungen für Buchloe. Dies bedeutet, dass keine Käufer am Marktort zugelassen waren und alle Tier über Kaufaufträge vermittelt wurden. Unter strengen Auflagen konnten die Tiere – vermarktet wurde nur weibliche Großvieh und Stiere – zwischen 7.30 Uhr und 11.00 Uhr angeliefert werden. Ein Ordnungsdienst regelte, dass die Tiere mit entsprechendem Abstand abgeladen und zur Registrierung vorgeführt wurden. Kontakte unter den Beschickern waren strickt untersagt und auch die Mitarbeiter sorgten mit entsprechenden Mund-Nase-Masken ausgestattet für genügend Distanz. Nach der TGD-Euterkontrolle wurden die Jungkühe von den Beschickern sofort in die Versteigerungshalle in einen verkleinerten Ring geführt, wo sie von einer Person bewertet und vom Kaufautragsdienst ein Preisangebot gemacht wurde. Zuchtstiere wurden unmittelbar nach dem Auftrieb gekört und anschließend ebenfalls in der Versteigerungshalle zum Verkauf vorgestellt. Anschließend wurden die Tiere im Stall fixiert und die Beschicker mussten den Marktort wieder verlassen. Mit diesem sehr strikt und gut durchorganisierten System, mit dem sich die Beschicker bestens zufrieden zeigten, konnten in sehr ruhiger Atmosphäre bis 11 Uhr vormittags 147 Stück Großvieh aufgetrieben und Großteils auch vermarktet werden. Angeboten waren 16 Stiere, 118 Jungkühe und 13 Kalbinnen.

Da die Preisfindung diesmal nicht durch mehrere Gebote zustande kam, wird an dieser stellen auf die Angabe von Schnittpreisen verzichtet, dies bewegten sich jedoch auf dem Niveau der letzten regulären Versteigerungen und die Verkäufer waren mit den erzielten Preisen weitestgehend zufrieden.

Diese Form der Vermarktung konnte nur funktionieren, weil im Vorfeld mit sehr hohem Aufwand und dem seit vielen Jahren gefestigten Vertrauen der Käufer genügend Kaufaufträge eingeworben werden konnten. So wurden insgesamt 23 Tiere (11 Jungkühe und 12 Kalbinnen) nach Italien vermittelt sowie 13 Jungkühe und zwei Deckstiere nach Nordrhein-Westfalen und Hessen. Auch Kaufinteressenten aus Baden-Württemberg konnten bedient werden.

Aufgrund der aktuellen Lage wird auch die nächste geplante Auktion der Allgäuer Herdebuchgesellschaft am Donnerstag, 14 Mai 2020 in dieser Form ohne Besucher stattfinden. Kaufinteressenten wenden sich bitte frühzeitig an den Kaufauftagsdienst der AHG. Am Markttag selbst können keine Aufträge mehr entgegengenommen werden! Weitere Informationen und auch die angemeldeten Tiere finden sich rechtzeitig auf der Homepage der AHG (www.allgaeuer-herdebuchgesellschaft.de). Die Milchliste ist ab Montag 11. Mai, 12 Uhr auf dieser Homepage einsehbar.

(Dr. Birkenmaier)

 

Marktbericht vom 12.03.2020 in Kempten

Letzte Vermarktung vor den Corona-Einschränkungen

Wohl kaum ein Besucher oder Beschicker hätte im Vorfeld gedacht, dass die letzte Zuchtviehauktion der Allgäuer Herdebuchgesellschaft in der Allgäuhalle in Kempten am 12. März die letzte vor dem Ausrufen des Notstandes in Bayern aufgrund der Corona-Pandemie wäre. Damit muss auch die für Donnerstag, 2. April geplante Versteigerung in Kempten ausfallen, genauso wie die Auktion in Buchloe am vergangenen Mittwoch, 18. März und auch alle anderen Zuchtviehauktionen in Deutschland abgesagt wurden. Wie es danach weitergeht, kann aufgrund der aktuellen Lage derzeit nicht gesagt werden. Die AHG wird auf ihrer Homepage rechtzeitig informieren (www.allgaeuer-herdebuchgesellschaft.de). Aufgetrieben waren bei der letzten Auktion 13 Stiere, 4 Kühe, 114 Jungkühe, 2 Kalbinnen und 26 weibliche Zuchtkälber.

Wenn das Frühjahr naht, steigt die Nachfrage nach Deckstieren. Dies war auch bei dieser Auktion nicht anders. Von den 13 vorgestellten Kandidaten standen nach der Körung 11 zum Verkauf, die dann auch alle den Besitzer wechselten. An der Spitze lief diesmal ein genetisch hornloser Vipro-Sohn aus einer Puck-Tochter von Andreas Lingenhel, Oberstaufen-Gschwend mit 4 Kälbern und der beachtlichen Durchschnittsleitung von 15377 kg Milch bei 3,8 % Eiweiß. Den Tageshöchstpreis erhielt mit 1960 Euro allerdings ein Vinley-Sohn aus einer Payssli von Thomas Abler, Scheidegg-Unterschwenden, der von Hans Groß, Lauben vorgestellt wurde. Mit einem genomischen GZW von 121 und auch sehr ansprechendem Exterieurprofil sowie einer Mutterleistung von über 10000 kg Milch bei 8,8 % Fett und Eiweiß blieb er im Zuchtgebiet. Unterm Strich erlösten die Jungstiere bei angezogener Nachfrage 123 Euro mehr als zuletzt.

Deutlich geringer als noch vor drei Wochen war das Angebot bei den Jungkühen mit 114 Tieren. Dennoch war dies natürlich immer noch eine breite Auswahlbasis für die anwesenden Interessenten. Aufgrund der sehr dramatischen Entwicklung der Corona-Verbreitung in Norditalien, fehlten aber die Großkunden von dort. Dieses Absatzpotential konnte teilweise durch Verkäufe nach Nordrhein-Westphalen und Hessen ausgeglichen werden. Unterm Strich bleib der Schnittpreis mit 1585 Euro für Braunvieh-Jungkühe auf demselben Niveau, wie vor drei Wochen. Bestbezahlt war mit 2360 Euro eine Hegall-Tochter mit über 34 kg Tagesleitung in der vorgereihten Wkl. 2 von Xaver Worger, Untrasried, die von Christoph Lang, Halblech-Oberreiten vorgestellt wurde. Sie ging nach Baden-Württemberg. Die einzige 1er Jungkuh, eine Cadence-Tochter mit knapp 30 kg von Stefan Achberger, Scheidegg-Rickenbach blieb hingegen für 2200 Euro im Zuchtgebiet.

Gut nachgefragt waren auch die weiblichen Zuchtkälber. Hier konnten die Interessenten unter 26 Tieren auswählen und damit wieder unter deutlich mehr, als in den letzten Wochen. Die Käufer nutzten dies und bis auf zwei Kälber wurden alle zum Schnittpreis von 300 Euro - und damit auf fast selben Niveau wie vor 3 Wochen - abgesetzt. Den Höchstpreis von 540 Euro erzielte ein Vanpari-Kalb aus einer Huray mit über 10000 kg Schnittleistung von Siegfried Höss, Oberstaufen-Ifen. Es ging mit zwei weiteren Zuchtkälbern nach Hessen.

Marktbericht von 20.02.2020 in Kempten

Große Auswahl an guten Jungkühen

Ein erneut breites Angebot an guten Jungkühen stand bei der letzten Zuchtviehauktion der Allgäuer Herdebuchgesellschaft in der Allgäuhalle in Kempten am 20. Februar zum Verkauf. Dies nutzten bei frühlingshaftem Wetter auch zahlreiche Besucher. So waren die Ränge um den Versteigerungsring gut gefüllt. Aufgetrieben waren 11 Stiere, 5 Kühe, 172 Jungkühe und 16 weibliche Zuchtkälber.

Bei den Zuchtstieren war nach dem zuletzt etwas knapperen Angebot der Auftrieb mit 11 Kandidaten wieder etwas umfangreicher, für die Jahreszeit mit beginnender Nachfrage nach Weidestieren aber dennoch begrenzt. Allerdings konnte die Qualität diesmal insgesamt nicht befriedigen. So wurden nur neun Jungstiere gekört, fünf davon in Wkl. 2. Da Stierkäufer ganz gezielt gute Zuchtqualität suchten und wenig Kompromisse eingingen, konnten nicht alle Stiere verkauft werden. Am Ende zeigte sich dies auch am Schnittpreis, der qualitätsbedingt um über 250 Euro unter der Vorauktion mit deutlich besserem Stiermaterial lag.

Ganz anders hingegen das Bild bei den Jungkühen: hier war nicht nur das Angebot mit 172 Tieren reichhaltig, sondern auch die Qualität machte einiges her, was an der Wertklasse 1 mit sechs Kühen und über 40 in der Wkl. 2 vorgezogenen Jungkühen sehr eindrucksvoll zum Ausdruck kam. Allerdings war diesmal die sonst starke Nachfrage aus Italien deutlich geringer, so dass die zahlreich in der Halle vorhandenen Kaufinteressenten aus der näheren und weiteren Region eine relativ preiswerte Einkaufsgelegenheit vorfanden. Im Schnitt gingen die braunen Jungkühe so um 90 Euro günstiger aus dem Ring, als noch vor drei Wochen. 13 Jungkühe wurden nach Tschechien und 10 nach Südtirol verkauft. Unter letzteren war auch die Spitzenjungkuh des Tages, eine formalistisch herausstechende Hotspot-Tochter von Christian Brutscher, Bolsterlang, die bei 31 kg Tagesgemelk auch zum Spitzenpreis von 2550 Euro zugeschlagen wurde.

Deutlich belebter als zuletzt gestaltete sich das Marktgeschehen bei den weiblichen Zuchtkälbern. Hier war Nachfrage nach den 16 vorgestellten Kälbern vorhanden, die dann auch alle verkauft wurden. Im Schnitt kletterte das Preismittel um über 40 Euro auf 305 Euro und nur vier Kälber blieben unter 300 Euro.

Marktbericht vom 12.02.2020 in Buchloe

Februarauktion in der Buchloer Schwabenhalle – Bedarf an guten Jungkühen nicht gedeckt –

Bei der Zuchtviehauktion der AHG am 12.02.2020 in der Schwabenhalle Buchloe wurden 10 Zuchtkälber, 7 Zuchtbullen und 32 Jungkühe zum Verkauf angeboten. Trotz schwachem Besuch, aber dank vieler Kaufaufträge, leider nur im gehobenen Segment, konnte die angebotene Qualität zu zufriedenstellenden Preisen verkauft werden.

Bei den Zuchtkälbern fanden nur 5 der 10 angebotenen Kälber einen Käufer. Auffallend groß war das Angebot an Kälbern mit einer unterdurchschnittlichen Mutterleistung. Der Bedarf an guten Zuchtkälbern mit abgeschlossenen Mutterleistungen von über 7000 kg Milch war nicht gedeckt.

Im Gegensatz zu den letzten Auktionen wurden dieses Mal  7 gut entwickelte Zuchtbullen angeboten. An die Spitze gestellt wurde die Katalog-Nr. 2, ein Biver-Sohn aus einer Harrison-Tochter mit 10800 kg Milch/ 4,08 Fett/ 3,9 Eiweiß, von der Ostenried JM KG aus Leinau. Dieser Bulle konnte bei den genomischen Werten, als auch beim Exterieur, überzeugen. Verdient erzielte er auch den Tageshöchstpreis.

Mit einem wahren Feuerwerk startete die Versteigerung dann bei den Jungkühen. Die erst rangierte Jungkuh der Wertklasse I, Katalog-Nr. 24, eine Cadence-Tochter aus einer sehr leistungsstarken Biver-Mutter mit 31 kg Tagesgemelk und perfektem Exterieur, gezüchtet von der Ostenried JM KG aus Leinau, sorgte schon vor Beginn der Versteigerung für viel Interesse und Gesprächsstoff auf den Stallgassen. Bei einem spannenden Bieterduell zwischen ausländischen Käufern und heimischen Landwirten bekam letztendlich ein heimischer Zuchtbetrieb den Zuschlag für 2540 Euro. Jungkühe mit einem durchschnittlichen Tagesgemelk von über 28 Litern konnten problemlos verkauft werden, während die Nachfrage nach Kühen unter 25 Litern und Fehlern im Exterieur komplett fehlte.

Marktbericht vom 30.01.2020 in Kempten

Zuchtviehverkäufe in alle Richtungen

Gute Qualität wurde bei der letzten Zuchtviehauktion der Allgäuer Herdebuchgesellschaft in der Allgäuhalle in Kempten angeboten. Die nutzten nicht nur Kaufinteressenten aus der Region, sondern auch aus weiter entfernten Gebieten war eine große Nachfrage vorhanden. Aufgetrieben waren 6 Stiere, 3 Kühe, 151 Jungkühe, 1 Kalbin, 2 Jungrinder und 21 weibliche Zuchtkälber.

Bei den Zuchtstieren war das Angebot mit nur 6 Kandidaten wieder äußerst knapp. Da diesmal die Qualität der Jungstiere sich wieder besser zeigte als zuletzt, wurde das Angebot komplett verkauft und zu einem um 236 Euro höheren Schnittpreis gehandelt als vor drei Wochen. Das Spitzengebot des Tages erhielt mit 2300 Euro ein noch junger Volterra-Sohn aus einer leistungsstarken Puck von Georg Herz, Sontheim, der aber aufgrund nicht erreichter Zuchtwertgrenzen in Wkl. 3 eingereiht war. Da bereits das Frühjahr naht mit traditionell stark ansteigendem Deckstierbedarf und zusätzlich Kaufwünsche  aus Luxemburg und Hessen bestanden, war das Angebot nicht ausreichend.

Gefällig zeigten sich die 151 aufgetriebenen Jungkühe, die darüber hinaus auch eine hohe Leistungsbereitschaft an den Tag legten. Weil außerdem Großkunden und Kaufaufträge aus Norddeutschland, Luxemburg und Italien vorhanden waren, wurde das umfangreiche Angebot flott gehandelt. Bestbezahlte Jungkuh war die auf Rang 1 in Wertklasse 1 platzierte Vox-Tochter mit 32 kg Tagesleistung von Franz Müller, Agathazell mit 2380 Euro. Die aus einer langlebigen Juleng mit inzwischen 6 Kalbungen und über 10500 kg Milch bei 7,4 % Inhaltsstoffen gezogene, sehr gefällige Jungkuh ging mit 17 weiteren Tieren nach Italien. Außerdem wurden 8 Jungkühe nach Luxemburg sowie 19 nach Schleswig-Holstein und 11 nach Nordrhein-Westfalen verkauft. Da auch aus Baden-Württemberg Bedarf bestand, gingen knapp 80 Jungkühe nach außerhalb Bayerns – ein eindrucksvoller Beleg für die Allgäuer Region als Quelle weiträumig geschätzten Zuchtviehs!

Auch bei den weiblichen Zuchtkälbern hatten die Kaufinteressenten wieder etwas mehr Auswahl unter den 21 vorgestellten Tieren. Allerdings zeigte sich erneut, dass insbesondere leichtere Kälber aus Erstlingskühen weniger gefragt sind. Am Ende lag der Schnittpreis mit 262 Euro auf demselben Niveau, wie bei der Vorauktion. Das Spitzengebot ging hingegen bis 560 Euro für ein David-Kalb aus einer Puck mit knapp 10000 kg mehrjähriger Leistung bei 7,6 Prozent Inhaltsstoffen. Die bessere Hälfte der Kälber erlöste 330 Euro im Mittel.

Marktbericht vom 15.01.2020 in Buchloe

Schwabenhalle Buchloe – guter Start ins neue Jahr 2020

Bei der Zuchtviehversteigerung der Allg. Herdebuchgesellschaft am 15. Januar 2020 standen 3 Stiere, 30 Jungkühe und 15 Zuchtkälber zum Verkauf. Bei ordentlichem Besuch und überwiegend passender Qualität wurde in allen Gattungen flott gesteigert und der Markt nahezu komplett geräumt.

Die Zuchtkälber waren fast ausnahmslos korrekt und altersentsprechend entwickelt. Für die aktuelle Situation waren die erzielten Preise  in Ordnung. Nur Kälber von Jungkühen waren weniger gefragt und mussten Preisabschläge in Kauf nehmen. Zwei Kälber wurden zum Zuschlagsgebot nicht abgegeben.

Drei sehr korrekte und gut entwickelte Stiere der WKL II standen zum Verkauf. Nur der erstrangierte Piero x Feuerstein-Sohn bekam kein passendes Gebot. Die beiden anderen Bullen wurden zu guten Preisen gehandelt. Den Höchsterlös erzielte ein Jero x Hegall-Sohn mit guten genomischen Zuchtwerten. Dieser Bulle wurde von Wuchenauer Stefan gezüchtet und vom Betrieb Ellenrieder Johann, Kirchheim bestens aufgezogen.

Wesentlich besser als beim Dezembermarkt waren die 30 aufgetriebenen Jungkühe. Fast alle konnten sowohl in der Leistungsbereitschaft, als auch bei den Eutern und Fundamenten überzeugen. Lediglich in der Melkbarkeit fielen einige Tiere negativ auf. Alle Jungkühe wurden verkauft. Der Ø-Preis ohne die Tiere der WKL II- und III lag über 1.600,-- €. Den Tageshöchstpreis erzielte eine kurz gekalbte Harley-Tochter mit 32,5 kg Tagesgemelk bei hervorragender Melkbarkeit und gutem Pedigree vom Zuchtbetrieb Hauser Alois, Rehbichl. 3 Jungkühe gingen nach Italien, 2 Jungkühe nach Luxemburg.

 

Marktbericht vom 09.01.2020 in Kempten

Umfangreiches Jungkuhangebot zum Jahresanfang

Schönstes, frühlingshaftes Wetter präsentierte sich den Besuchern und Beschickern der ersten Zuchtviehauktion des neuen Jahres der AHG in der Allgäuhalle in Kempten - ganz anders als vor genau einem Jahr, als heftige Schneefälle und schwierige Straßenverhältnisse das Marktgeschehen stark belasteten. Zahlreiche Besucher nutzen dies, um dem Marktgeschehen beizuwohnen. Aufgetrieben waren 8 Stiere, 1 Kuh, 140 Jungkühe, 2 Kalbinnen und 18 weibliche Zuchtkälber.

Bei den Jungstieren war das Angebot mit 8 Tieren überschaubar und in der Qualität breit gestreut. Nicht jeder Kandidat fand deshalb einen neuen Besitzer. Erneut zeigte sich, dass viele gut typisierte Stierkälber offensichtlich nicht den Weg in die Aufzucht und dann auf die Auktionen fanden – Nachfrage nach diesen Qualitäten wäre jedenfalls vorhanden. So erlöste der Spitzenstier des Marktes, ein sehr gut entwickelter Vanpari-Sohn aus einer Puck-Tochter, am Ende mit 1720 Euro auch den Spitzenpreis. Mit einem genomischen GZW von 120 und auch sehr ansprechenden Exterieurzuchtwerten ging der von Hans Groß, Lauben vorgestellte und von Stefan Hartmann in Ottobeuren Ollarzried gezüchtete Kandidat ins baden-württembergische Allgäu.

Bei den Jungkühen konnte die Qualität diesmal nicht ganz mit dem herausstechenden Angebot der vorhergehenden Weihnachtsauktion mithalten. Dennoch hatten die Kaufinteressenten eine breite Auswahl unter den 140 leistungsstarken Jungkühen. Dies nutzte auch wieder ein Großaufkäufer aus Italien mit über 30 Tieren. Weitere Partien wurden in Richtung Norden nach Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen verkauft. So auch die Spitzenjungkuh des Tages, eine Harvard-Tochter mit über 33 kg Tagesgemelk von Stefan Finkel, Ofterschwang-Sigishofen, die beim Zuschlag von 2240 Euro aus dem Ring ging. Unterm Strich konnten Braunviehjungkühe mit 1622 Euro das Preisniveau der Vorauktion knapp halten.

Ebenfalls nicht ganz an die Qualität der Vorauktion kamen die 18 aufgetriebenen Zuchtkälber heran. So war klar, dass auch das sehr gute Preisniveau vom letzten Mal nicht zu halten war. Am Ende landeten die braunen Kuhkälber dann bei knapp 270 Euro. In der Spitze wurden für die besseren Kälber bis 400 Euro geboten. Fast alle Kälber wurden verkauft, 5 gingen nach Nordrhein-Westfalen.

Marktbericht vom 19.12.2019 in Kempten

Weihnachtsauktion lockt zahlreiche Besucher mit guten Jungkühen

Traditionell ist zum Jahresabschluss die Weihnachtsauktion der Allgäuer Herdebuchgesellschaft in der Allgäuhalle in Kempten immer besonders gut besucht. So war es auch dieses Jahr am 19. Dezember. Neben der traditionellen Vergabe der Hauptpreise des Allgäuer Bauernblatt-Preisausschreibens erwartete die Besucher eine gute Qualität an Jungkühen. Aufgetrieben waren 10 Stiere, 5 Kühe, 154 Jungkühe, 2 Kalbinnen und 27 weibliche Zuchtkälber.

Breit gestreut präsentierte sich das Angebot der 10 aufgetriebenen Jungstiere, die die Körkommission je zur Hälfte in Wkl. 2 und 3 einreihte. Von letzteren erreichte die Mehrzahl nicht die Anforderungen beim GZW für die Wkl. 2, wie generell in letzter Zeit wohl viele genomisch gut getesteten Stierkälber nicht den wünschenswerten Weg in die Aufzucht gefunden haben. An die Spitze gereiht und auch bestbezahlt war ein gut entwickelter Seasidebloom-Sohn aus einer Viper mit Erstlaktation von 9162 kg bei sehr guten 8,22 Prozent Inhaltsstoffen von Robert Hindelang, Betzigau-Heinzelberg. Für 1820 Euro ging der von Max Klemp, Bad Grönenbach vorgestellte Jungstier nach Hessen. Zur gut bepreisten Vorauktion fehlten diesmal im Schnitt 67 Euro.

Sehr gefällig und leistungsbetont präsentierte sich das umfangreiche Angebot der 154 Jungkühe den zahlreichen Besuchern. Da diesmal aber Käufer aus Italien kurz vor den Feiertagen fehlten, konnten die zahlreich vorhandenen Kaufwünsche aus benachbarten Regionen und den norddeutschen Bundesländern deutlich besser bedient werden. So gingen am Ende 71 Jungkühe nach Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westphalen, Hessen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg an Milchviehhalter, die die Vorzüge der braunen Kuh zu schätzen wissen. Knapp die Hälfte der Jungkühe blieb im Verbandsgebiet. Das höchste Tagesgebot wurde gleich zu Beginn für die an die Spitze gestellte Puck-Tochter aus einer Joschka von Franz Müller, Agathazell abgegeben. Mit 33 kg Tagesgemelk blieb sie für 2240 Euro im Ostallgäuer Zuchtgebiet. Das Fehlen der sehr zahlungskräftigen Italiener blieb am Ende aber nicht ohne Auswirkungen auf den Schnittpreis, der mit immer noch guten 1634 Euro das Spitzenniveau der Voraktion erwartungsgemäß nicht ganz halten konnte.

Durch gezielte Züchteranfragen im Vorfeld der Auktion konnte zum Jahresabschluss wieder ein deutlich umfangreicheres und vor allem auch qualitativ ansprechendes Angebot von 27 weiblichen Zuchtkälbern präsentiert werden. Die Käufer honorierten dies mit guter Nachfrage und am Ende stand ein respektabler Schnittpreis von 366 Euro für die Braunviehkälber zu Buche. Alle Kälber wurden verkauft, in der Spitze bis 540 Euro.

Marktbericht vom 11.12.2019 in Buchloe

Dezemberauktion in der Buchloer Schwabenhalle – knappes Angebot mit passenden Preisen.

Bei der Zuchtviehauktion der Allgäuer Herdebuchgesellschaft am 11. Dezember 2019 in der Schwabenhalle standen 1 Bulle, 27 Kühe und Jungkühe und 3 Zuchtkälber zum Verkauf. Bei schwachem Besuch waren sowohl die Auftriebszahlen als auch die Qualität nicht befriedigend. Die erzielten Preise waren für die angebotene Qualität in Ordnung.

Die drei Zuchtkälber waren korrekt und gut entwickelt und wurden alle zu aktuell passenden Preisen verkauft.

Der einzige Bulle war im Exterieur und in seiner Entwicklung gut, hatte jedoch diverse Schwächen im Pedigree und bekam wohl deshalb auch kein ausreichendes Gebot.

Leider konnten die aufgetriebenen Kühe und Jungkühe nur zum Teil den Ansprüchen der Käufer genügen. Es fehlte vor allem an leistungsstarken, funktionellen Jungkühen:

Deshalb war wohl auch der Marktverlauf trotz der derzeit guten Nachfrage eher zögerlich. Zum wiederholten Male konnten so Käuferwünsche im gehobenen Segment nicht erfüllt werden. Die erzielten Preise waren in Anbetracht der Qualität gut. Vier schwächere Tiere wurden zum Zuschlagspreis nicht abgegeben. Die beiden erstrangierten Jungkühe, eine Puck x Visconti-Tochter von Reichenbach Florian, Immenhofen und eine Cadi x Ebay-Tochter von Leutherer Martin, Unterweiler erzielten beide den Tageshöchstpreis. Beide überzeugten mit besten Eutern, einer guten Entwicklung und sehr korrekten Fundamenten.

Marktbericht vom 05.12.2019 in Kempten

Spitzenjungkühe im Angebot

Die erste Dezemberauktion der Allgäuer Herdebuchgesellschaft in Kempten am 5.12. war bei sonnig-kaltem Vorwinterwetter sehr gut besucht. Dies passte zum Angebot, denn bei den Jungkühen fanden die Käufer interessante Tiere vor. Aufgetrieben waren 10 Stiere, 3 Kühe, 119 Jungkühe, 2 Kalbinnen sowie 9 weibliche Zuchtkälber.

Nur zwei in Wkl. 2 eingestufte Jungstiere von 10 aufgetriebenen Kandidaten deutete schon an, dass die Qualität insgesamt nicht ganz mit dem sonst üblichen Angebot mithalten konnte. Insbesondere was die genomische Zuchtwertqualität anbetrifft, gingen in der Vergangenheit deutlich bessere Zuchttiere nicht in die Aufzucht. Dennoch war die Nachfrage groß und so wurde der Großteil der Stiere verkauft. An der Spitze lief ein überragend entwickelter Seasideray-Sohn aus einer Verdi mit über 9500 Durchschnittsleistung bei 4,42 % Fett und 4,24 % Eiweiß von Franz Haas, Hergatz-Engelitz. Er ging für 2200 Euro ins Zillertal/Tirol. In Anbetracht der Qualität waren die Zuchtstiere mit 1543 Euro (+103 Euro zur Vorauktion) gut bezahlt.

Freude bereitete den Kaufinteressenten und Marktbeobachtern der Anblick der 119 aufgetriebenen Jungkühe. Da auch großes Kaufinteresse in der Allgäuhalle vorhandenen war, passte dies gut zusammen. Am Ende konnten die Kaufwünsche nicht vollständig bedient werden. Die hohe Kaufpotenz der anwesenden Italiener verhinderte, dass manche gute Jungkuh im Gebiet gehalten werden konnte. So erlösten die drei 1er-Jungkühe im Schnitt über 2500 Euro! Das höchste Tagesgebot erhielt dabei eine feine und elegante Aniray-Tochter mit herausragendem Euter und 32 kg Tagesgemelk von Franz Müller, Agathazell, die aus einer Vanpari mit mehrjähriger Durchschnittsleitung von über 11000 kg, 4,44 % Fett und 3,94 % stammt. Sie ging für 2800 Euro nach Südtirol. Insgesamt wurden über 50 Jungkühe zu überdurchschnittlichen Preisen über den Brenner verkauft. Der Schnittpreis lag insgesamt bei sehr guten 1753 Euro für Braunvieh-Jungkühe, ein Plus von 125 Euro zur Vorauktion.

Anders hingegen die Situation bei den weiblichen Zuchtkälbern. Allein der Auftrieb von nur 9 Tieren deutet, wie bei allen Auktionen in den letzten Monaten, schon darauf hin, dass es offensichtlich kaum noch überzählige, verkäufliche Zuchtkälber in den Zuchtbetrieben gibt. In spätestens zwei Jahren wird dieser Mangel dann auch beim Großvieh zutage treten. Da die Qualität auch nicht an die der Vorauktion heranreichte ging der Schnittpreis deutlich auf 266 Euro zurück.

Marktbericht vom 21.11.2019 in Kempten

Gute Nachfrage nach Jungkühen

Die zweite Novemberauktion der Allgäuer Herdebuchgesellschaft in Kempten am 21.11. war bei trübem Herbstwetter nur durchschnittlich besucht. Dies täuschte aber über die in der Halle vorhandene Kaufkraft hinweg. Aufgetrieben waren 8 Stiere, 1 Kuh, 98 Jungkühe, 2 Kalbinnen sowie 5 weibliche Zuchtkälber.

Wenig Kaufinteresse bestand diesmal nach Deckstieren. Hier muss aber deutlich auch die Qualität der 8 aufgetriebenen Kandidaten mit ins Auge gefasst werden. Leider sind im letzten Jahr offensichtlich zahlreiche interessante, genomisch getestete Stierkälber nicht in die Aufzucht gegangen. Jedenfalls fehlen diese jetzt auf den Märkten. So konnten diesmal nur 3 Jungstiere an einen neuen Besitzer verkauft werden. Bestbezahlt war mit 2000 Euro ein Vanpari-Sohn aus einer sehr gut bewerteten und inhaltsstoffstarken Payboy-Tochter von Martin Keppeler, Friesenried-Blöcktach, der vom Betrieb Kaudinus, Kempten-Wegflecken aufgezogen und vorgestellt wurde. Mit einem gGZW von 118 und guten Exterieurzuchtwerten blieb er im Oberallgäuer Zuchtgebiet. Im Schnitt erlösten Jungstiere diesmal 1440 Euro und damit wieder über 110 Euro mehr als zuletzt.

Ganz anders die Situation bei den Jungkühen. Hier standen 98 Tiere im Angebot und wurden von Anfang an lebhaft nachgefragt. Am Ende konnten nicht alle Kaufwünsche bedient werden. Das Interesse kam hier vor allem aus auswärtigen Regionen. So blieb nur ein Drittel der Jungkühe im Verbandsgebiet, 40 Tiere wurden hingegen nach Österreich, Tschechien und Italien verkauft. Weitere 9 Jungkühe gingen nach Niedersachsen und auch Käufer aus Baden-Württemberg bedienten sich mit 14 Tieren. Am Ende kosteten Jungkühe mit 1628 Euro wieder 110 Euro mehr als bei der Vorauktion, die qualitätsbedingt preislich etwas nachgab. Den Tageshöchstpreis erzielte eine Hotspot-Tochter mit 5,7-jähriger Mutterleistung von 10900 kg Milch bei beachtlichen 9,3 Prozent Fett und Eiweiß. Sie blieb im Ostallgäuer Zuchtgebiet.

Sehr bescheiden fiel das Angebot bei den weiblichen Zuchtkälbern aus. Nur fünf Tiere wurden angeboten. Allerdings waren diese überwiegend von einer Qualität, wie man sie sich häufiger im Auktionsangebot wünschen würde. So ging der Schnittpreis denn auch sprunghaft auf 350 Euro hoch, in der Spitze wurden 420 Euro notiert. Auch hier blieben Kaufwünsche unerfüllt.

 

Marktbericht vom 13.11.2019 in Buchloe

Hohe Verkaufsquote bei der Zuchtviehauktion der Allgäuer Herdebuchgesellschaft in der Schwabenhalle

 

Beim Zuchtviehmarkt der Allg. Herdebuchgesellschaft am 13. November 2019 in der Buchloer Schwabenhalle standen 1 Bulle, 25 Kühe und Jungkühe und 6 Zuchtkälber zum Verkauf. Trotz schwachem Besuch und mittlerer Qualität im Angebot wurde der Markt zu zufriedenstellenden Preisen nahezu komplett geräumt.

Die 6 aufgetriebenen Zuchtkälber wurden rasch zu den aktuell situationsbedingt niedrigen Preisen verkauft. Das Höchstgebot erzielte ein sehr korrektes Vasmor x Emanuel-Kalb mit gutem Leistungshintergrund von der Hefele GbR, Gutenberg.

Von den vier gemeldeten Stieren wurde letztlich nur einer aufgetrieben und stand zum Verkauf. Dieser Hotspot x Vanpari-Sohn aus einer sehr inhaltsstoffstarken Mutterlinie, gezüchtet von Grabher Jürgen, Edelitz und vom Betrieb Ellenrieder, Kirchheim aufgezogen, zeigte sich gut entwickelt mit korrektem Fundament. Mit einem Zuschlag von 1500,-- € erzielte er einen zufriedenstellenden Preis und verbleibt im Zuchtgebiet.

Das Angebot beim weiblichen Großvieh war leider nur von mittlerer Qualität, so daß vor allem Käuferwünsche im gehobenen Segment zum Teil nicht erfüllt werden konnten. Bis auf 2 Jungkühe wurden alle Tiere zum gebotenen Preis abgegeben. Der erzielte Ø-Preis war der Qualität entsprechend in Ordnung. Den Tageshöchstpreis erzielte eine formschöne, mit bestem Euter ausgestattete Vox x Hacker-Tochter vom Zuchtbetrieb Leutherer Martin, Unterweiler.

 

Marktbericht vom 07.11.2019 in Kempten

Verhaltene Nachfrage nach Zuchtvieh – erfolgreiche erste Fresservermarktung

Die erste Novemberauktion der Allgäuer Herdebuchgesellschaft in Kempten am 7.11. lockte bei schönem Herbstwetter trotz umfangreichen Zuchttierangebotes zunächst nur begrenzt Kaufinteressenten und Besucher in die Allgäuhalle. Dies änderte sich dann aber bei der im Anschluss erstmals abgehaltenen Fresserversteigerung. Aufgetrieben waren 8 Stiere, 3 Kühe, 110 Jungkühe, 6 Kalbinnen sowie 13 weibliche Zuchtkälber. Das Fresserangebot umfasste 9 Ochsen und 29 weibliche Tiere.

Wenig Bedarf bestand diesmal an Deckstieren. Allerdings wurde die Zuchtqualität der Kandidaten auch nicht in jedem Fall einem hohen Käuferanspruch gerecht. So konnten nur drei Jungstiere einem Abnehmer finden - zu einem Schnittpreis von 1327 Euro. Damit wurde der Preisanstieg der letzten Auktion wieder zurück genommen. Das höchste Tagesgebot erhielt mit 1520 Euro der erstrangierte Amor-Sohn aus einer Juleng von Winfried Hipp, Ruderatshofen-Hiemenhofen, der von Max Klemp, Bad-Grönenbach aufgezogen und vorgestellt wurde. Der formalistisch korrekte Stier ging mit gutem und sehr ausgeglichenem Zuchtwertprofil bei einem genomischen GZW von 123 nach Rheinland-Pfalz.

Bei den 107 angebotenen Jungkühen reichte die Qualität nicht ganz an die der Vorauktionen heran, was bei der Preisfindung ihren Niederschlag fand. So war diesmal auch nur eine Jungkuh in Wkl. 1 eingereiht. Diese Edition-Tochter mit 30 kg Tagesgemelk von Bernhard Vogler, Niedersonthofen-Gopprechts ging für 1980 Euro an einen Züchter im Oberallgäu. Den Tageshöchstpreis von 2240 Euro erzielte allerdings eine Anibal-Tochter mit 38 kg Tagesleistung von Stefan Achberger, Scheidegg-Rickenbach, die mit 28 weiteren Jungkühen nach Italien verkauft wurde. Zum Schnittpreis der Vorauktion fehlten diesmal qualitätsbedingt 40 Euro.

Auf sehr wenig Käuferinteresse trafen die 13 aufgetriebenen Zuchtkälber. Trotz zum Teil interessanter Abstammungen und guter Entwicklung waren die wenigen Käufer nicht bereit, mehr als 220 Euro auszugeben. Der überwiegende Teil der Kälber kostete exakt 200 Euro, so dass der Schnittpreis mit 193 Euro zwar wieder höher als zuletzt notierte, der Qualität diesmal aber trotzdem nicht gerecht wurde.

Erste Fresserversteigerung

Erfolgreich verlief im Anschluss der erstmalig abgehaltene Fressermarkt. Im Angebot standen weibliche Absetzer und Ochsen im Gewichtsbereich von 150 bis 300 kg. Diese Vermarktungsform wurde von der AHG erstmalig getestet, da Nutzkälber im normalen Tränkealter seit dem Frühjahr aufgrund der Blauzungenrestriktionen und der neuen Hemmnisse bei Langstreckentransporten zunehmend schwieriger abzusetzen waren und sind. Das Interesse an diesem neuen Marktsegment war groß und sowohl zahlreiche AHG Mitglieder nutzten diese Gelegenheit zum Verkauf ihrer Stehen gebliebenen Kälber, als auch viele Kaufinteressenten und Marktbeobachter scharten sich um den Versteigerungsring. Etablieren lässt sich diese Vermarktungsform jedoch nur, wenn dauerhaft ein ausreichendes Angebot vorhanden ist und auch der Absatz gesichert ist. Der Auftakt war jedenfalls gelungen und allseits hörte man zufriedene Stimmen. Aufgetrieben waren 29 weibliche Tiere und 9 Ochsen der Rassen Braunvieh x Weiß Blaue Belgier, Braunvieh x Fleckvieh, Fleckvieh und sonstige Rassen. Im Schnitt kosteten weibliche Fresser 528 Euro und die etwas leichteren Ochsen 446 Euro.

 

Marktbericht vom 24.10.2019 in Kempten

Die zweite Oktober-Auktion der Allgäuer Herdebuchgesellschaft in Kempten wird traditionell nach der Rückkehr des Alp- und Weideviehs in die heimischen Ställe mit einem Jungrinder- und Kalbinnenmarkt ergänzt. Dieses „Sonderangebot“ lockte auch am 24. Oktober bei schönem Herbstwetter wieder zahlreiche Besucher in die Allgäuhalle. Aufgetrieben waren 11 Stiere, 142 Jungkühe, 15 Kalbinnen, 103 Jungrinder sowie 16 weibliche Zuchtkälber.

Von den 12 vorgestellten Stieren reihte die Körkommission 7 in Wkl. 2 und 4 in Wkl. 3 ein. Allerdings war diesmal nur eine geringe Kauflust zu verspüren, so dass insgesamt nur 6 Kandidaten einen Abnehmer fanden. Bestbezahlt war mit 1760 Euro ein Vintage-Sohn aus einer Hanover-Tochter mit einer Erstlaktation von über 8000 kg und beachtlichen 9,2 Prozent Fett und Eiweiß. Der von Werner und Christine Brader, Dickenreishausen gezüchtete und von Hans Groß, Lauben vorgestellte Jungstier ging nach Oberbayern. Drei weitere Stiere gingen nach Nordrhein-Westphalen und einer nach Tschechien. Trotz geringer Verkaufsquote konnten die Deckstiere ihren Schnittpreis mit 1467 Euro gegenüber der Vorauktion wieder um über 100 Euro anheben.

Bei den Jungkühen hatten die Kaufinteressenten mit 142 Tieren eine große Auswahlmöglichkeit. Diese wurde rege genutzt und zog auch wieder Großeinkäufer aus Italien sowie der Tschechischen Republik an. Am Ende gingen 39 Jungkühe in diese beiden Länder. Der Schnittpreis pendelte sich 1558 Euro für Braunvieh-Jungkühe ziemlich exakt auf Vormarktniveau ein und verfestigte das seit längerem beobachtete Preisniveau. Teuerste Jungkuh war mit 2500 Euro die auf Platz 1 rangierte Vassli-Tochter von Markus Adelgoß, Rettenberg-Bichl, die mit über 34 kg Tagesgemelk nach Südtirol ging. Über 30 Jungkühe wurden auch wieder nach Baden-Württemberg und Nordrhein-Westphalen verkauft.

Umfangreich war diesmal auch wieder das Angebot an Jungrindern und Kalbinnen mit insgesamt 118 Tieren. Wie jedes Jahr im Frühjahr und Herbst lockte dieses spezielle Verkaufsangebot erneut zahlreiche Interessenten an, was die Ränge um den Versteigerungsring nach den Jungkühen wieder frisch belebte. Allerdings wurde diesmal vor allem bei den Jungrindern deutlich restriktiver geboten als noch im Frühjahr oder im letzten Herbst. So kosteten Kalbinnen mit 925 Euro zwar etwas mehr als im Frühjahr, Jungrinder wechselten jedoch mit 454 Euro deutlich günstiger den Besitzer. Die Jungrinder blieben großteils im Zuchtgebiet.

Bei den weiblichen Zuchtkälbern war am Morgen das Angebot mit 16 Tieren zwar wieder etwas größer als zuletzt, allerdings war kaum Nachfrage vorhanden. Kaufinteressenten warteten hier wohl auf das große Angebot an Jungrindern, um den Bedarf zu decken und vorhandene Aufzuchtplätze zu füllen.

Marktbericht vom 16.10.2019 in Buchloe

Herbstauktion in der Buchloer Schwabenhalle – Markt bei den Jungkühen zu zufriedenstellenden Preisen komplett geräumt

Beim Zuchtviehmarkt der Allg. Herdebuchgesellschaft am 16.10.2019 in der Schwabenhalle standen 3 Stiere, 25 Jungkühe und 8 Kälber zum Verkauf. Bei witterungs- und jahreszeitlich bedingt schwachem Besuch war die Nachfrage bei Zuchtkälbern und Stieren gering. Bei den Jungkühen konnte der Bedarf dagegen nicht gedeckt werden.

Aufgrund der derzeit schwierigen Situation bei den Kälbermärkten und aktuell fehlender Kalbinnenexporte konnten nur 5 der 8 vorgestellten Kälber zu sehr geringen Preisen verkauft werden. Schwächen in den Pedigrees verschärften die schwierige Absatzlage.

Wenig Kaufinteresse bestand auch für die 3 gekörten Bullen. Trotzdem konnten die zwei erstrangierten Kandidaten noch zu einigermaßen zufriedenstellenden Preisen verkauft werden. Körsieger wurde ein schon etwas älterer gut entwickelter Stryker x Juleng-Sohn von Brugger Ludwig, Burk. Den Tageshöchstpreis erzielte ein von Gast Wolfgang, Lobach gezüchteter und vom Betrieb Ellenrieder, Kirchheim aufgezogener Cadence x Vasir-Sohn. Er überzeugte neben seiner ausgezeichneten Abstammung vor allem durch seine enorme Entwicklung.

Die zum Verkauf stehenden Jungkühe waren von ausgeglichen guter Qualität und auch überwiegend mit passendem Tagesgemelk. So entwickelte sich trotz schwachem Besuch ein sehr flotter Marktverlauf bei dem nicht alle Kaufinteressenten zum Zuge kamen. Das Preisniveau war zufriedenstellend. Alle Jungkühe wurden verkauft und blieben innerhalb Bayerns. Erstrangiert wurde eine korrekte Hipau x Valiant-Tochter vom Betrieb Häringer Hubert, Berghof mit 31 kg Tagesgemelk bei bester Melkbarkeit. Eine zweite Jungkuh vom selben Züchter, kurz gekalbt mit 32 kg Tagesgemelk, erzielte den Tageshöchstpreis. Beide Jungkühe ersteigerte ein Neukunde aus dem Landkreis Miesbach.

 

Marktbericht vom 10.10.2019 in Kempten

Großes Angebot bei verhaltenem Besuch

Die erste Oktoberauktion in Kempten bietet nach den Viehscheiden traditionell eine große Auswahl an Jungkühen und läutet die angebotsstarken Herbst- und Wintermärkte ein. Bei der letzten Versteigerung am 10. Oktober in der Allgäuhalle in Kempten. Bei leicht regnerischem und damit eigentlich gutem Auktionswetter waren elf Stiere, 8 Kühe, 109 Jungkühe, 8 Kalbinnen, ein Jungrind sowie 8 weibliche Zuchtkälber aufgetrieben.

Die Nachfrage nach Stieren für den Natursprung war im Gegensatz zur Vorauktion von sehr verhaltenem Käuferinteresse geprägt. Von den 11 aufgetriebenen Bullen wurden acht in Wertklasse 2 und drei Stiere in Wertklasse 3 eingereiht, wobei Fundamentkriterien und nicht ausreichende Pedigreeanforderungen hier ausschlaggebend waren. Bei mäßigem Besuch wurden von den aufgetriebenen Stieren nur 5 für durchschnittlich 1354 Euro verkauft.

Den Tageshöchstpreis von 1500 Euro erlöste ein Seasidlebloom-Sohn, der mit ordentlichen genomischen Werten und guter körperlicher Entwicklung überzeugen konnte. Er stammt aus einer Anibal-Tochter mit fast 11000 kg Höchstleistung und starker Exterieurbewertung aus der Zucht von Robert Hindelang Betzigau und wurde von Hans Gross aus Lauben vorgestellt.

Ebenfalls auf verhaltene Nachfrage trafen trotz bester Abstammungen die weiblichen Zuchtkälber. Von den acht aufgetriebenen wurden 7 für durchschnittlich 203 Euro verkauft. Teuerstes Kalb war die Kombination Aral aus einer Hegall-Tochter, die 300 Euro kostete und von der Holderied GbR aus Wolfertschwenden gezüchtet wurde. Ein Grund dürfte die mangelnde Bereitschaft der Aufzuchtbetriebe aufgrund der derzeitigen Transporthemmnisse beim Kälber- und Zuchtviehexport sein und lies so manchen Kaufinteressenten zu Hause bleiben. Hier bedarf es dringend überregionaler und praxisorientierter Lösungen um die mehr als angespannte Situation bei den Betrieben und Vermarktern zu lösen.

Erfreulicher gestaltete sich dagegen der Jungkuhmarkt. Mit 109 Jungkühen war das Angebot im Gegensatz zum Vormarkt weniger umfangreich, aber von ordentlicher Qualität, sodass diese attraktive Auswahlmöglichkeit zahlreiche Kaufinteressenten anlockte und die Erfüllung vieler Kaufaufträge ermöglichte.

21 Kühe wechselten nach Norddeutschland, weitere 18 Jungkühe traten die Reise über den Brenner an. Ins württembergische Gebiet wurden 11 Tiere vermarktet. Auch ein Käufer aus Luxemburg erstand drei Tiere, darunter die teuerste Kuh des Tages mit 2160 Euro. Hierbei handelt es sich um Harley-Tochter, die 28,3 kg Tagesgemelk und bestes Exterieur aufweisen konnte. Die melkrobotergewohnte Jungkuh stammte aus der Zucht von Paul Schneider Opfenbach. Der durchschnittliche Erlös pendelte sich bei 1557 Euro ein. Die Käufer bezahlen qualitätsorientiert, so erreichen leistungs- und exterieurstarke Tiere regelmäßig die 2000er Grenze.