Herdebuch Allgäu Marktanmeldung

Der Markt im Überblick 2018 / 2019

Enorme Herausforderungen in der Vermarktung kennzeichnen die Absatzveranstaltungen und Exportverkäufe im vergangenen Jahr.

Dies zeigt sich als Ergebnis in den Umsatzrückgängen aller Bereiche. Wenn die Gesamtsituation der Märkte sehr schwierig ist kommen alle Vermarktungsbereiche der AHG unter Druck. Hier gilt es die schlechten Zeiten zu überstehen und Marktpotentiale zu halten.

Über alle Vermarktungssegmente der AHG war ein Umsatzrückgang in Höhe von 21 Prozent festzustellen. Lediglich zwei Nischen machten hier Ausnahmen. Die Stiervermarktung gehörte leider nicht dazu. Die verkaufte Anzahl der Tiere ging um sieben Stück zurück, während der Umsatz ein Minus von 29 Prozent verzeichnen musste. Gerade die Anfragen der besser dotierten Märkte konnten nur eingeschränkt bedient werden.

Positiv dagegen, verhielt sich das wbl. Großvieh bei den Kühen. Mit einem geringfügigen Plus zeigt sich Angebot und Nachfrage solide. Leider spielt dies in der Gesamtbetrachtung nur eine untergeordnete Rolle.

Die Jungkuhvermarktung hat sich prozentual vom Gesamtumsatz im vgl. zum Vorjahr kaum verändert, d.h. der Rückgang gleicht sich dem Gesamtmarkt an. Dies betrifft die Stückzahl ebenso wie eine geringfügige Reduzierung bei den Durchschnittspreisen. Die sehr hohe Kaufauftragsquote beschreibt die notwendige professionelle Abwicklung der einzelnen Absatzveranstaltung. Ohne eine aktive Akquise müssten deutlich höhere Einbußen in Kauf genommen werden. Hier gilt der Dank dem sehr engagierten Team.

Der Kalbinnenexport litt deutlich unter den zusätzlichen Auflagen und Restriktionen. Während die letzten beiden Jahre hier sehr erfolgreich waren, bezifferten sich die Rückgänge auf stattliche 1,5 Mio. Euro. Durch fehlende oder sehr zögerlich erstellte BTV Memoranden und die emotional geführte Diskussion um Tiertransporte wurde die Umsetzung der Nachfrage erheblich erschwert. Besonders sensible Marktsegmente wie die Jungrindervermarktung zogen hier natürlich gleich. Die geringer verkaufte Menge und der niedrigere Preis summierten sich zu einer deutlich Abschwächung von 28 Prozent.

Sobald die Absatzchancen vermarktungsfähiger Rinder sinken fallen auch die Preise und Mengen von Zuchtkälbern. Bis auf wenige Ausnahmen mit hochinteressanten Tieren reduziert sich der Umsatz ebenfalls deutlich um 22 %.

Besonders hart traf es den Bereich der Nutzkälbervermarktung. So viel der prozentuale Rückgang geringfügiger aus als bei anderen Bereichen, aber aufgrund des hohen Umsatzanteiles beläuft sich der Fehlbetrag auf stattliche 1,5 Mio. Euro. Hier ist den engagierten Kollegen zu verdanken, dass der entstanden Schaden nicht noch größer ausfällt.

Detaillierte Ausführungen erfahren sie in den einzelnen Berichten.