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Marktbericht vom 18.04.2018 in Buchloe

Frühjahrsauktion in der Buchloer Schwabenhalle

Bei der Auktion am 18.04.2018 in der Schwabenhalle standen nur 4 Stiere, 27 Jungkühe und 10 Zuchtkälber zum Verkauf. In allen Kategorien konnte dieses knappe Angebot die derzeitige Nachfrage leider nicht befriedigen.

Die 10 aufgetriebenen Zuchtkälber waren meist von sehr guter Qualität und wurden bis auf ein Kalb rasch zu ordentlichen Preisen verkauft. Den Tageshöchstpreis erzielte ein Vassli-Kalb aus einer sehr leistungsstarken Mutter, gezüchtet vom Betrieb Maucher Anton, Egelhofen.

Auch die 4 Deckbullen wurden rasch zu qualitätsbezogenen, sehr guten Preisen versteigert. Der erstrangierte Blooming x Huxoy-Sohn vom Zuchtbetrieb Schindele Richard, Unterthingau, erzielte verdienterweise den Tageshöchsterlös. Er überzeugte neben seinen guten genomischen Zuchtwerten vor allem durch seine enorm gute Entwicklung.

Bei den Jungkühen konnte das gute Niveau des letzten Marktes leider nicht gehalten werden. Die Tiere zeigten sich zwar leistungsbereit, hatten jedoch des Öfteren diverse Mängel im Euter oder Fundament. Trotzdem wurde aufgrund des sehr kleinen Angebotes flott gesteigert und die erzielten Preise waren überwiegend sehr zufriedenstellend. Nur eine Jungkuh wurde zum Zuschlagspreis nicht abgegeben. Eine sehr elegante Harley x Verselino-Tochter von Epp Michael, Reuthe mit 32 kg Tagesgemelk bei guter Melkbarkeit erzielte den Tageshöchstpreis. Aufgrund des knappen Angebotes fehlten Käufer aus dem Ausland.

 

Marktbericht vom 21.03.2018 in Buchloe

Zuchtviehmarkt der Allgäuer Herdebuchgesellschaft in Buchloe – Leistungsstarke Kühe erzielen gute Preise

Bei der Auktion der Allgäuer Herdebuchgesellschaft am 21. März 2018 in der Schwabenhalle standen 17 Zuchtkälber, 4 Deckbullen und 49 Kühe und Jungkühe zum Verkauf. Bei der für die Auktion günstigen Witterung war der Besuch gut und der Marktverlauf vor allem beim weiblichen Großvieh überraschend positiv.

Das Angebot bei den Zuchtkälbern war von durchschnittlicher Qualität. Gesteigert wurde sehr qualitätsbezogen. Gefragt waren etwas ältere Kälber mit exporttauglichen Pedigrees. Die erzielten Preise waren zufriedenstellend.

Von den vier gekörten Deckstieren wurden nur zwei verkauft. Der erstrangierte genetisch hornlose Vassli x Emsland-Sohn vom Betrieb Dempf, Immelstetten wurde zum gebotenen Preis nicht abgegeben. Ein WKL. III-Bulle bekam kein Gebot. Den Tageshöchsterlös erzielte ein gut entwickelter Balisto x Juleng-Sohn vom Betrieb Ellenrieder, Kirchheim.

Ein sehr leistungsstarkes Angebot bei den Jungkühen mit Ø 28,7 kg Tagesgemelk und wenig Mängelansagen führte zu einem überraschend flotten Marktverlauf mit guten Preisen. Nur 3 Tiere wurden zum Zuschlagspreis nicht abgegeben. 9 Jungkühe wurden von zwei Aufkäufern aus Südtirol ersteigert. Den Tageshöchstpreis von 2060,-- € erzielte eine Bosephus x Payssli-Tochter vom Zuchtbetrieb Ostenried, Leinau mit 30,1 kg Tagesgemelk bei bester Melkbarkeit.

 

Marktbericht vom 15.03.2018 in Kempten

Gute Zuchtstiere gefragt

Bei schönem, aber noch kühlem Frühjahrswetter war die März-Auktion der Allgäuer Herdebuchgesellschaft am Donnerstag, 15.3. in der Allgäuhalle in Kempten gut besucht. Auswärtige Großeinkäufer waren auch diesmal nicht anwesend. Aufgetrieben waren 18 Stiere, 5 Kühe, 154 Jungkühe und 24 weibliche Zuchtkälber.

Alljährlich steigt zum Frühjahr hin die Nachfrage nach Deckstieren. Das Angebot passt sich dieser Nachfrage an. Dass aber auch zu dieser Jahreszeit nicht alle Qualitäten einen Abnehmer finden, zeigte sich diesmal besonders deutlich. Von den 18 aufgetriebenen Kandidaten wurden 11 in Wkl. 2 eingestuft und diese fanden reißenden Absatz. Kaum Bedarf bestand hingegen noch nach Stieren, die aufgrund ihrer Zuchtwert- oder Abstammungsdaten oder eines knappen Exterieurs in Wkl. 3. eingestuft waren. So wurden alle 2er Stiere verkauft und erlösten im Schnitt sehr gute 1762 Euro, während von den sieben 3er Stieren nur noch einer zum gebotenen Preis den Besitzer wechselte. Insgesamt waren Stiere mit 1702 Euro um 167 Euro teurer, als bei der Vorauktion. Mehrfach wurden über 2000 Euro geboten. Den Spitzenpreis erzielte mit 2700 Euro eine sehr gut entwickelter Cadence-Sohn aus einer Eastrog-Tochter mit 9600 kg Erstlaktation von Andreas Lingenhel, Oberstaufen-Gschwend. Mit guten genomischen Exterieurzuchtwerten und GZW 119 sowie MW 121 bei über +1000 kg Milch blieb er im Zuchtgebiet.

Sehr umfangreich war mit 154 aufgetriebenen Tieren auch wieder die Auswahl bei den Jungkühen. Bei guter körperlicher Entwicklung sowie ansprechenden Fundament- und Euterqualitäten zeigten diese auch ein hohes Leistungsniveau mit im Schnitt 28,2 kg. Der Bedarf an Jungkühen war vorhanden und rekrutierte sich hauptsächlich aus der hiesigen Region. Am Ende notierten Jungkühe nur knapp um 26 Euro unter dem Vormarkt. Den Tageshöchstpreis erzielte die Spitzenjungkuh des Marktes, eine Placebo-Tochter aus einer leistungs- und inhaltsstoffstarken Jublend von Frank Bodenmüller, Lauben, die mit 31,5 kg Tagesleistung für 2140 Euro nach Norddeutschland ging.

Sehr gefragt waren in letzter Zeit weibliche Zuchtkälber, was bei dieser Auktion zu einer deutlichen Angebotsausweitung auf 51 Kälber führte. Dabei ging die Qualität nicht im selben Umfang mit. Dies blieb nicht ohne Auswirkungen auf die Nachfrage, die diesmal deutlich verhaltener ausfiel als zuletzt. Am Ende konnten die guten Preise der Vorauktionen nicht gehalten werden. Im Schnitt kosteten die gehandelten Kuhkälber 257 Euro - mit Höchstpreisen für gute Zuchtkälber bis 540 Euro.

Die nächste Auktion der Allgäuer Herdebuchgesellschaft findet in der Allgäuhalle in Kempten am Donnerstag, 5. April 2018 statt, in der Schwabenhalle in Buchloe am Mittwoch, 18. April 2018.

(Dr. Birkenmaier)

 

Marktbericht vom 22.02.2018 in Kempten

Zuchtviehauktion in Kempten: Zuchtkälber gefragt

Bei gutem Besuch und winterlichen Temperaturen hielt die Allgäuer Herdebuchgesellschaft am Donnerstag, 22.2. in der Allgäuhalle in Kempten ihre zweite Februar-Auktion ab. Auswärtige Großeinkäufer waren diesmal nicht anwesend. Aufgetrieben waren 14 Stiere, 135 Jungkühe und 24 weibliche Zuchtkälber.

Bei den Zuchtstieren zeigte sich der alljährlich zum Frühjahr ansteigende Bedarf, der allerdings mit der zum Verkauf zugelassen Kollektion aus 9 Stieren der Wkl. 2 und 4 Kandidaten in Wkl. 3 unter Berücksichtigung der gestellten Qualitätsansprüche nicht gedeckt werden konnte. Für die begehrtesten Stiere wurde dreimal über 2000 Euro geboten, im Schnitt erlösten die Jungstiere 1535 Euro und damit nochmals 90 Euro mehr als vor 3 Wochen. 2er Stiere kosteten 1640 Euro. Den Tageshöchstpreis erzielte mit 2200 Euro ein noch junger, sehr gut entwickelter Blooming-Sohn aus der Zucht von Georg Schütz, Altusried-Isel und aufgezogen von Max Klempt, Bad-Grönenbach. Mit einer 3,8-jährigen Mutterleistung (MV Juhus) von 11126 kg bei 5,02 % Fett und 3,91 % Eiweiß sowie sehr guten Exterieurzuchtwerten blieb er im Zuchtgebiet.

Bei den Jungkühen war das Angebot mit 135 Tieren zwar deutlich geringer als zuletzt, bot aber trotzdem eine gute Auswahl an gut entwickelten, leistungsveranlagten Tieren. Da die Zahl der im Katalog angemeldeten Jungkühe sogar größer war als Anfang Februar, blieben offensichtlich deutlich mehr Tiere in den Züchterstallungen und werden selbst gemolken. Zwar fehlten diesmal die sonst anwesenden italienischen Käufer, der Nachfrage, die aus dem eigenen Gebiet kam, tat dies aber keinen Abbruch und am Ende lag der Durchschnittspreis mit 1541 Euro für Braunviehtiere sogar 41 Euro höher als Anfang des Monats. Das höchste Gebot erhielt mit 2220 Euro ein Vosett-Tochter mit Bio-Status und 34 kg Tagesgemelk von Alois Weber, Unterjoch, die im Zuchtgebiet blieb.

Bei den weiblichen Zuchtkälbern zeigte sich eine enorme Nachfrage nach guten Tieren, die mit dem Auftrieb von 24 Kälbern bei weitem nicht bedient werden konnte. Allerdings waren auch interessante Zuchttiere im Angebot. So erhielt Anton Bader aus Isny-Schweinebach für ein Vassli-Kalb aus einer Cadence-Jungkuh mit 34 kg Einsatzleistung den Tageshöchstpreis von 640 Euro. Im Schnitt machten die Braunvieh-Zuchtkälber einen beachtlichen Preissprung um 68 Euro auf 392 Euro. Die zuletzt deutlich angezogenen Zuchtkälberpreise deuten einen inzwischen allgemein erhöhten Bedarf im Nachzuchtbereich an. Andererseits zeigt dies, dass gute Zuchtkälber auch gute Preise erlösen.

Dr.  Birkenmaier

 

Marktbericht vom 14.02.2018 in Buchloe

Februarauktion in der Buchloer Schwabenhalle – Nachfrage nach Jungkühen etwas verhalten

Beim Zuchtviehmarkt der Allgäuer Herdebuchgesellschaft am 14. Februar 2018 standen 4 Stiere, 1 Mehrkalbskuh, 44 Jungkühe und 23 Zuchtkälber zum Verkauf. Bei gutem Besuch war die Nachfrage nach Jungkühen wohl aufgrund wieder fallender Milchauszahlungspreise eher verhalten. Trotz fehlender ausländischer Käufer war aber die Verkaufsquote hoch und die erzielten Preise noch einigermaßen zufriedenstellend.

Flott verlief zu Beginn der Versteigerung die Zuchtkälbervermarktung. Die starken Exporte der letzten Monate führten zu einer sehr guten Nachfrage und entsprechend guten Preisen. Bis auf wenige Ausnahmen passte auch die Qualität der angebotenen Kälber. Den Höchsterlös erzielte ein korrektes, bestens entwickeltes Cadi-Kalb mit sehr gutem Leistungshintergrund vom Zuchtbetrieb Müller Josef, Oberostendorf.

Auch die 3 Bullen der Wertklasse II konnten zu der Qualität entsprechend guten Preisen verkauft werden. Nur ein Stier der Wertklasse III bekam kein Gebot. Körsieger wurde ein gut bemuskelter, korrekter Euronics x Pangani-Sohn von der Schwayer-Hofer GbR, Lauchdorf.

Bedingt durch den wieder fallenden Milchpreis mussten sich die Verkäufer der Jungkühe mit niedrigeren Verkaufserlösen begnügen, obwohl die Qualität der angebotenen Tiere meist in Ordnung war. Da auch ausländische Aufkäufer fehlten, kam nur durch zahlreiche Kaufaufträge etwas Schwung in den zögerlichen Marktverlauf. Gesteigert wurde sehr qualitätsbezogen. Bei noch hoher Verkaufsquote erzielten die Braunviehjungkühe einen Ø-Preis von 1480,-- €. Eine Nirvana x Rivaldo-Tochter mit Ausstellungspotential und 33 kg Tagesgemelk vom Zuchtbetrieb Reichenbach Johann, Immenhofen wurde für 2.200,-- € ersteigert. Den Tageshöchsterlös erzielte die zweitrangierte Feuerstein x Hucos-Tochter vom Biobetrieb Schmölz Richard, Winkel.

 

Marktbericht vom 01.02.2018 in Kempten

Zuchtviehauktion in Kempten: Leicht gedrückte Kauflaune

Nach den frühlingshaften Januar-Temperaturen kehrte bei der ersten Februar-Auktion der Allgäuer Herdebuchgesellschaft am Donnerstag, 1.2. in der Allgäuhalle in Kempten leichtes Winterwetter zurück. Zahlreiche Kauf- und Marktinteressierte nutzten dies zu einem Auktionsbesuch. Dennoch hielt sich die Anfang des Jahres noch sehr positive Kauflaune bei den Jungkühen diesmal etwas zurück. Aufgetrieben waren 14 Stiere, 3 Kühe, 172 Jungkühe, 2 Kalbinnen und 31 weibliche Zuchtkälber.

Gut gefragt waren anfangs noch die Zuchtstiere in Wkl. 2. Von 14 aufgetriebenen und gekörten Kandidaten waren 8 in diese Wkl. eingestuft, 6 Stiere erfüllten die Kriterien für Wkl. 3. Die Qualität der Stiere zeigte sich diesmal vor allem formalistisch sehr heterogen. Auffallend aber die zum Teil extrem hohen Eiweißgehalte im Pedigree einiger Kandidaten mit über 4,0 Prozent, die entsprechend gefragt waren. Während 2er Stiere noch heiß begehrt waren und im Schnitt 1678 Euro erlösten, zeigte sich die Bietlaune bei den 3er Stieren deutlich eingetrübt. Im Schnitt kosten Stiere 1445 Euro - und damit aber trotzdem noch 110 Euro mehr als Anfang Januar. Den Tageshöchstpreis erhielt mit 2100 Euro der erstrangierte Vassli-Sohn aus einer Easton-Tochter mit einer Mutterleistung von 4/3,6 - 9900 – 5,30 – 4,36 von Martin Dorner, Oberstaufen-Gschwend. Mit einer überragenden Entwicklung und einem genomischen MW von 119 sowie auch tadellosen Exterieurzuchtwerten ging der formalistisch fehlerfreie Stier nach Belgien. Weitere Kandidaten gingen auch nach Italien.

Bei den Jungkühen präsentierte sich den Besuchern eine große Auswahl an leistungsstarken und insgesamt gut entwickelten sowie in Fundament und Euter ansprechenden Tieren. Einzig die Diskussionen um die weitere Entwicklung des Milchpreises trübte die Kauflaune. Unterm Strich gab der Schnittpreis bei den Jungkühen zum sehr guten Vormarkt um rund 140 Euro auf 1495 Euro nach. Den Tageshöchstpreis erzielte mit 2120 Euro eine Hacker-Tochter mit 28 kg Tagesleistung und Bio-Status, gezüchtet von Hermann Nigg, Rettenberg-Engelbolz und verkauft von Moritz Hierl, Rettenberg-Sterklis. Zahlreiche Tiere gingen nach Italien sowie nach Norddeutschland.

Wieder gut nachgefragt waren weibliche Zuchtkälber. Das Angebot der 31 Kälber wurde flott versteigert und wechselte zum Schnittpreis von 324 Euro den Besitzer. Den Spitzenpreis erlöste mit 520 Euro ein gut entwickeltes Bosephus-Kalb aus einer Harley-Tochter mit über 8000 kg Erstlaktation und 4,40 % Fett sowie 3,93 % Eiweiß von Martin Schlecker, Osterberg-Weiler.

Bericht: Dr. Birkenmaier

 

Marktbericht vom 17.01.2018 in Buchloe

Schwabenhalle Buchloe – Zum Jahresstart rückläufige Preise für Jungkühe

Beim ersten Zuchtviehmarkt der Allgäuer Herdebuchgesellschaft am 17. Januar 2018 standen 6 Bullen, 56 Jungkühe, 1 Zweitkalbskuh und 15 Zuchtkälber zum Verkauf.

Während für Kälber und Stiere die Preise relativ stabil blieben, musste das weibliche Großvieh einen Preisrückgang verzeichnen. Die geringere Nachfrage war zum Teil witterungsbedingt, lag aber wohl auch an den Prognosen für die nächsten Monate am Milchmarkt.

Bis auf ein Kalb konnten die Zuchtkälber zu ordentlich, meist auch der Qualität entsprechenden Preisen verkauft werden. Den Tageshöchstpreis erzielte ein Puck x Hussant-Kalb mit guten Leistungsdaten vom Zuchtbetrieb Ellenrieder Martin, Oberbeuren.

4 Braunviehstiere, 1 FV-Stier und ein RB-Stier standen nach der Körung zum Verkauf. Die Qualität war durchwegs gut. Während die Braunviehstiere zu zufriedenstellenden Preisen verkauft wurden, waren die Gebote für den Fleckvieh- und Rotbuntbullen zu knapp, so dass sie von den Besitzern nicht abgegeben wurden. Körsieger wurde ein Anibal x Joey-Sohn von der Schwayer-Hofer GbR, Lauchdorf. Vom selben Betrieb erzielte ein Dario x Verdi-Sohn auch den Tageshöchstpreis.

Vor allem an der Spitze konnte das Angebot bei den Jungkühen überzeugen. Für die bessere Qualität bei den Tieren konnten sich die Preise auch fast auf dem Niveau der Vormärkte halten. Lediglich die schwächeren Qualitäten und Tiere mit Mängelansagen mussten deutliche Preisabschläge verzeichnen. So erzielten die Jungkühe der WKL I und II+ Ø 1940,-- €, die Jungkühe der WKL II- nur Ø 1016,-- €. Die 3 Tiere der WKL III bekamen kein Gebot. Die erstrangierte Vasient x Huray-Tochter vom Zuchtbetrieb Ostenried, Leinau erzielte mit 2.460,-- € verdient den Tageshöchstpreis. Sie überzeugte durch ihr tadelloses Exterieur und einer Mutterleistung von über 11.000 kg Milch bei besten Inhaltsstoffen. Mit zwei weiteren Tieren ging diese Ausnahmejungkuh nach Südtirol.

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Bericht: Bechteler Franz

Bild: Dr. Birkenmaier

 

Marktbericht vom 11.01.2018 in Kempten

Zuchtviehauktion in Kempten: gelungener Jahresauftakt mit leistungsstarken Jungkühen

Mit einem guten Start begann die Allgäuer Herdebuchgesellschaft ihr Auktionsjahr am Donnerstag, 11. Januar in der Allgäuhalle in Kempten. Die zahlreichen Besucher erwartete bei untypisch mildem Januarwetter ein umfangreiches und qualitativ gut sortiertes Zuchtviehangebot. Aufgetrieben waren 15 Stiere, 2 Kühe, 179 Jungkühe, 3 Kalbinnen und 21 weibliche Zuchtkälber.

Die Stierqualität konnte in der Summe zwar nicht ganz mit der vorhergehenden „Weihnachtsauktion“ mithalten, dennoch wurden alle 15 aufgetriebenen und gekörten Kandidaten verkauft, was eine anhaltend gute Nachfrage nach Deckstieren belegt. Der Schnittpreis gab qualitätsbedingt allerdings vom hohen Vormarktniveau auf 1335 Euro nach, wobei aber die Preisdifferenzierung zwischen Stieren der Wkl. 2 und 3 deutlich geringer ausfiel als sonst üblich. Den Tageshöchstpreis erhielt mit 1600 Euro der erstrangierte, typstarke Auranto-Sohn aus einer Vanpari vom Zuchtbetrieb Metzeler in Immenstadt-Ratholz, der mit genomischem GZW von 117 und sehr guten Exterieurzuchtwerten im Zuchtgebiet blieb. Zwei Stiere gingen nach Italien

Sehr umfangreich war mit 179 Jungkühen diesmal das Angebot beim weiblichen Großvieh. Den zahlreichen Besuchern bot sich damit eine ausgezeichnete Auswahlmöglichkeit unter den darüber hinaus sehr leistungsstarken Tieren. Auch in den Fundament- und Euterqualitäten konnte die auftriebsstarke Kollektion gefallen, so dass der durch zahlreiche Kaufaufträge zusätzlich unterstütze Absatz flott vonstattenging. Wenn auch wieder zahlreiche Tiere nach der Auktion den Weg über den Brenner oder Richtung Norddeutschland antraten, so blieb doch ein hoher Anteil der Jungkühe im eigenen Zuchtgebiet. Den Tageshöchstpreis erhielt mit 2380 Euro fast zum Schluss der Auktion eine Bio-Nutzjungkuh vom Betrieb Kugler in Görisried mit rund 28 kg Tagesleistung. Knapp dahinter rangierte mit 2340 Euro die Spitzenjungkuh der Auktion, eine formatstarke Harley-Tochter aus einer Payssli von Rober Geiger, Füssen-Eschach, die mit sehr gutem Euter und über 32 kg Tagesgemelk auch züchterisches Potential mitbringt. Sie ging in einen Oberallgäuer Zuchtbetrieb.

Gut nachgefragt waren auch die 21 angebotenen Zuchtkälber. Zwar wies die Qualität die übliche Streubreite auf, konnte aber insgesamt wie schon am Ende des letzten Jahres durchaus mit einigen interessanten Kälbern gefallen. Dies fand auch im Schnittpreis seinen Niederschlag, der mit 337 Euro auf gutem Niveau lag. Spitzengebote gingen bis 580 Euro.

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Bericht und Bild: Dr. Birkenmaier

 

Marktbericht vom 21.12.2017 in Kempten

Zuchtviehauktion in Kempten: Spitzenqualität zum Jahresschluss

Traditionell ist die Weihnachtsauktion der Allgäuer Herdebuchgesellschaft in der Allgäuhalle in Kempten immer besonders gut besucht. So war es auch dieses Jahr am 21. Dezember. Neben der traditionellen Vergabe der Hauptpreise des Allgäuer Bauernblatt-Preisausschreibens überraschte diesmal aber nicht nur das Jodlerduo Baiz aus Rettenberg mit einer kurzen gesanglichen Einlage, sondern die Besucher erwartete eine ausgesprochen herausragende Qualität an Zuchttieren zum Jahresabschluss, wie sie nicht alltäglich im Angebot ist. Aufgetrieben waren 9 Stiere, 2 Kühe, 128 Jungkühe, 2 Kalbinnen und 32 weibliche Zuchtkälber.

Das Highlight setzten gleich zu Beginn des Versteigerungstages am Morgen die weiblichen Zuchtkälber. Waren diese schon insgesamt in der Qualität auf überdurchschnittlichem Niveau, so ragte ein Dynamite-Kalb aus einer Top-Huray-Tochter von Anton Bader, Isny-Schweinebach aus dem Gesamtangebot noch deutlich heraus. Mit einer Mutterleistung von 4/3,9 – 13919 – 3,61 – 3,63 und GZW 127 sowie MW 126 sorgte das elegante und züchterisch hochinteressante Kuhkalb bereits im Vorfeld für Gesprächsstoff und entsprechendes Kaufinteresse. Die hochgeschraubten Erwartungen wurden im Versteigerungsring dann nicht enttäuscht und der Zuschlag fiel nach hartem Bieterduell schließlich beim Rekordpreis von 3000 Euro! Erfolgreich war ein Züchter aus Südtirol, der mit Kaufauftrag mitbieten ließ. Durch diesen Spitzenpreis erreichte auch der Schnittpreis mit 433 Euro einen Spitzenwert. Aber auch ohne dieses Ausnahmekalb wurde die insgesamt gute Qualität mit einem Niveau von 326 Euro honoriert.

Bei den Superlativen dieser Auktion konnten die Zuchtstiere nachfolgend nicht ganz mithalten. Mit nur 9 vorgestellten Jungstieren war das Angebot geringer als zuletzt, als eine enorme Nachfrage die Preise nach oben klettern ließ. Letztere war diesmal ebenfalls nicht ganz so stark ausgeprägt, so dass unterm Strich ein Rückgang auf immer noch respektable 1563 Euro zu verbuchen war. Den Tageshöchstpreis erhielt mit 2050 Euro der erstrangierte, typstarke und genetisch hornlose Viper-Sohn aus einer Emsland-Tochter von der Huschitt GbR, Krugzell, der von Max Klemp, Bad Grönenbach aufgezogen und vorgestellt wurde. Mit über +1000 kg ZW Milch und einem genomischen GZW 119 sowie positiven Exterieurzuchtwerten ging er ins württembergische Allgäu.

Selten war die Qualität dann bei den Jungkühen auf so hohem Niveau, wie bei den 128 diesmal aufgetriebenen Tieren. Sowohl die körperliche Entwicklung, als auch Fundament- und Euterqualität erfreuten neben der Leistungsbereitschaft die Besucher, die in passend großer Zahl die Allgäuhalle füllten. Das Kaufinteresse an den Tieren war entsprechend groß, so dass am Ende mit 1776 Euro und einem Plus zum Vormarkt von 193 Euro das Auktionsjahr gelungen auf Rekordniveau abschloss. Den Tageshöchstpreis erhielt mit 2500 Euro die erstrangierte Tochter eines Mike-Sohnes von Anton Fink, Stiefenhofen-Oberthalhofen, die mit über 32 kg Tagesgemelk nach Südtirol verkauft wurde. Aber auch im weiteren Auktionsverlauf wurden vielfach über 2000 Euro geboten. Generell war der Bedarf südlich des Brenners diesmal wieder hoch und am Ende waren 40 Jungkühe dorthin verkauft.

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Bericht und Bild: Dr. Birkenmaier

 

 

 

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